Finanzen

Die Genossenschaft bildet ein solides Fundament  aus Verein und Handelsfirma
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Jedes Mitglied ist durch die Zeichnung von Geschäftsanteilen finanziell an der Genossenschaft beteiligt. Diese Anteile bilden das Eigenkapital der Handelsfirma und die Grundlage jeglicher Finanzierung.


Welche Formen von Eigenkapital gibt es?

1. Pflichtanteile 
Jedes Mitglied zeichnet 2 Pflichtanteile zu je € 500,00 und zahlt ein einmaliges Eintrittsgeld in Höhe von € 1.000,00.
Pflichtanteile sind dividendenberechtigt. Die Höhe der Dividende wird durch die Generalversammlung beschlossen. Sie beträgt max. 4 % auf den Anteil Bei einer Kündigung der Mitgliedschaft werden die Anteile, nicht aber das Eintrittsgeld zurückerstattet.

2. Wohnungsbezogene Pflichtanteile

 Um eine Wohnung zu nutzen, sind weitere wohnungsbezogene Pflichtanteile zu zeichnen. Die Anzahl dieser zusätzlichen Pflichtanteile hängt von der Größe der Wohnung ab. Für wohnungsbezogene Pflichtanteile ist eine Förderung durch zinsvergünstige Darlehen der KfW möglich.
 

3. Freiwillige Anteile 

Jedes Mitglied kann über seine Pflichtanteile hinaus noch freiwillige Anteile zeichnen. Diese freiwilligen Anteile nehmen an den Gewinnen der Genossenschaft mit einer Dividende von max. 4% teil. Bei den Mitgliedern, die eine Wohnung nutzen, führt die Zeichnung von weiteren freiwilligen Anteilen zu einer Verringerung des Nutzungsentgeltes (wohnungs- und/oder projektbezogen). Daneben kann die Genossenschaft auch sog. investierende Mitglieder (ohne Anspruch auf Wohnung) aufnehmen; auch deren Anteile sind dividendenberechtigt.

 

 

 

Fördermittel und weitere Bankkredite

Die Genossenschaft benötigt zur Finanzierung des Gesamtobjektes noch weitere Mittel. Ein Großteil dieser Fremdmittel kommt aus Förderdarlehen, der Restbetrag aus herkömmlichen Bankkrediten.

 

Nutzungsentgelt
 

Jedes Mitglied, das eine Wohnung nutzt, schließt mit der Genossenschaft einen Nutzungsvertrag ab. Dieser entspricht in etwa einem Mietvertrag. Er kann jedoch von der Genossenschaft nicht wegen z.B. Eigenbedarf oder Luxussanierung gekündigt werden. Die Mitglieder haben also einen wesentlichen besseren Schutz als bei üblichen Mietverträgen.

Das Nutzungsentgelt dient zum größten Teil der Deckung von Zins und Tilgung der Bankdarlehen. Ein weiterer Betrag dient zur Auffüllung der Instandhaltungsrücklage und zur Deckung der Verwaltungskosten der Genossenschaft.